Die Verkehrsgruppe präsentiert sich auf dem 1. Nachbarschaft-Clouth Sommerfest

Die Verkehrsgruppe im Nachbarschaft-Clouth e.V. stellte sich an einem eigenen Informationsstand auf dem Sommerfest vor. Von der Verkehrsgruppe waren Robert Spieß, Georg Wiora und Axel Schulze für die Fragen der BesucherInnen da.

Politik zu Besuch

Der Stand der Verkehrsgruppe wurde von zahlreichen Clouth-BewohnerInnen aber auch von der Politik besucht. Neben unserem Mitglied Robert Spieß – Mitglied der Bezirksvertretung für Bündnis 90/Die Grünen – kamen auch die Nippeser Bezirksbürgermeisterin Diana Siebert, sowie der Landtagsabgeordnete Arndt Klocke, beide ebenfalls von Bündis 90/Die Grünen, um sich über die Arbeit der Verkehrsgruppe und die anstehenden Verkehrsthemen im Clouth Quartier zu informieren.

Bezirksbürgermeisterin Diana Siebert und MdL Arndt Klocke besuchen den Stand der Verkehrsgruppe auf dem 1. Nachbarschaft-Clouth Sommerfest.
Axel (links) mit Bezirksbürgermeisterin Diana Siebert (mitte) und MdL Arndt Klocke (rechts) am Infostand der Verkehrsgruppe auf dem 1. Nachbarschaft-Clouth Sommerfest. (Foto: Robert Spieß)

Spannende Diskussionen am Stand

Interessanterweise wurden zwei Themen unabhängig voneinander von fast allen BesucherInnen angesprochen. Ganz oben auf der Liste stand zu schnelles Fahren in den Querverbindungen Kautschuk-Straße und südliche Josefine-Clouth-Straße. Diese Straßen wurde nicht, wie die beiden Nord-Süd-Verbindungen, mit Engstellen ausgestattet. Das unterstreicht zugleich die Effektivität dieser Maßnahme in den anderen Straßen des Clouth Quartiers. Wir wurden darum gebeten uns für den Bau von Engstellen auch in der südlichen Josefine-Clouth und der Kautschuk-Straße einzusetzen. Der Plan der Verkehrsgruppe eine an wechselnden Stellen platzierbare Geschwindigkeitsanzeige zu beschaffen wurde in diesem Sinne ebenfalls von allen StandbesucherInnen begrüßt.

Das zweite wichtige Thema auf der Liste war die grassierende Falschparkerei. Das Parken auf Gehwegen und in der verkehrsberuhigten Zone Auf dem Stahlseil beschäftige fast alle BesucherInnen unseres Standes. Auch wenn es überirdisch zu manchen Zeiten so aussieht, als ob im Clouth Quartier Parkplatzmangel herrschte, erfuhren wir von einer Besucherin, dass der Investor ihres Hauses die Vermarktung von mehr als 15 leer stehenden Tiefgaragenstellplätzen zum Selbstkostenpreis mittlerweile aufgegeben hat. Offensichtlich besteht kein Interesse daran. In dieses Bild fügt sich, dass von der GAG in ihren Gebäuden nach wie vor preiswerte Stellplätze zur Miete angeboten werden und die öffentliche Tiefgarage in Clouth 104 in großen Teilen leer steht. Das ist ein Beispiel für die Inkonsistenz der praktizierten Verkehrsplanung. Einerseits fordert sie über das Baurecht den Bau teuerer – und aufgrund des Betonbedarfs – stark klimbelastender Tiefgaragenstellplätze. Zugleich wurden an der Oberfläche auf Kosten von 150 Bäumen mehr Parkplätze geschaffen als im prämierten Stadtplanungsentwurf für das Gelände vorgesehen waren. Noch dazu kann die Stadt aufgrund des Personalmangels bei den Ordnungsdiensten dem illegalen Parken kaum Einhalt gebieten. Die Schäden die durch das häufige Beparken von Gehwegflächen an diesen entstehen erzeugen zusätzliche Folgekosten in den nächsten Jahren.

In diesem Sinne wurden die laufenden Aktionen der Verkehrsgruppe zur Ansprache und Aufklärung von Falschparkern von allen Standbesuchern einhellig begrüßt.

Robert und Georg präsentieren die Arbeit der Verkehrsgruppe beim ersten Nachbarschaft-Clouth e.V. fest auf dem Luftschiffplatz
Robert und Georg präsentieren die Arbeit der Verkehrsgruppe beim ersten Nachbarschaft-Clouth e.V. Fest auf dem Luftschiffplatz (Foto: Georg Wiora)

Radarsmiley

Die Verkehrsgruppe plant die Anschaffung eines „Radarsmileys” für das Clouth Quartier. Das Gerät misst die Geschwindigkeit von LKWs, PKWs, RadfahrerInnen und FußgängerInnen und zeigt diese als direkte Rückmeldung des Fortbewegungsverhaltens an. Abhängig von der eingestellten Geschwindigkeitsschwelle gibt es eine emotionale Rückmeldung in Form eines glücklichen oder weniger glücklichen Smileys. Die psychologische Wirksamkeit der Geräte ist unbestritten.

Durch die Anbringung mehrerer Aufhängungen an verschiedenen Stellen im Clouth Quartier kann der Smiley immer wieder umziehen und beugt so Gewöhnungseffekten vor.

Die Kosten für das Gerät liegen derzeit bei rund 1600 €. Sobald der erst in diesem Frühjahr gegründete Nachbarschaft-Clouth e.V. ein Vereinskonto besitzt, können Spenden hierfür gegen Spendenquittung eingezahlt werden. Ein Aufruf hierzu wird zu gegebener Zeit folgen.

Stadtradeln

Die Verkehrsgruppe betreut die Stadtradeln-Teilnahme der Clouth-Nachbarn in diesem Jahr. Unser Ziel ist einen Platz unter den ersten 100 in der Gesamtwertung zu erreichen.

Kontakt

verkehrsgruppe@nachbarschaft-clouth.de